Cookie-Banner prägen inzwischen den Alltag im Internet – und werden von vielen Nutzern als störend empfunden. Sie unterbrechen Abläufe, kosten Zeit und fördern häufig unreflektierte Zustimmung statt informierter Entscheidungen. Eine neue technische Lösung aus der Forschung der Technischen Universität Berlin könnte hier Abhilfe schaffen und erhält nun auch offizielle regulatorische Anerkennung.

Mit „Consenter“ wurde erstmals ein automatisierter Einwilligungsdienst gemäß § 26 TDDDG durch die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) anerkannt. Diese Entscheidung markiert einen wichtigen Schritt hin zu einem effizienteren Umgang mit Cookie-Einwilligungen. Consenter ist als Browser-Erweiterung konzipiert und verarbeitet Cookie-Banner auf kompatiblen Websites automatisch anhand zuvor definierter Nutzerpräferenzen. Die wiederholte manuelle Auswahl entfällt. Solche Systeme werden als Personal Information Management Systems (PIMS) bezeichnet. Der offizielle Marktstart erfolgte am 28. Januar 2026. Ergänzend steht Website-Betreibern mit dem „Consenter Manager“ ein Werkzeug zur Verfügung, um entsprechende Cookie-Banner technisch zu integrieren.

Für Nutzer bedeutet der Einsatz von Consenter vor allem eine spürbare Entlastung im digitalen Alltag. Für Unternehmen ist die Anerkennung durch die höchste deutsche Datenschutzbehörde ein deutliches Signal für die zukünftige Ausrichtung des Einwilligungsmanagements: weg von isolierten Einzellösungen, hin zu stärker automatisierten und nutzerorientierten Verfahren. Website-Betreiber sollten diese Entwicklung frühzeitig berücksichtigen, um ihre Angebote kompatibel auszurichten. Insgesamt könnte Consenter zu einem praxisnäheren und transparenteren Umgang mit Online-Tracking beitragen.